Der ewige Krieg

Himmel und Hölle

Kurzfassung

Da Engel und Dämonen aus verschiedenen Varianten von Himmel und Hölle stammen können, wird auf diesem Server eine festgelegte Variante bespielt, um Chaos vorzubeugen. Außerdem können Dämonen und Engel so besser und einfacher untereinander agieren.

• Am Anfang zehn Engel
• Dann folgten weitere, darunter Luzifel
• Tiere und Menschen wurden erschaffen
• Das Göttliche zog sich zurück, die Engel blieben ratlos zurück, was sie mit den Menschen machen sollen
• Zwei Fronten; Luzifel auf der einen, Michael auf der anderen
• Erste Schlacht, Luzifel verlor und er und seine Anhänger wurden auf die Erde verbannt und ihrer Namen beraubt (Luzifel → Luzifer; Belethiel → Beleth, usw.)
• Hölle entstand, mit ihr die Höllenkönige
• Gefolterte Seelen der Menschen werden zu Dämonen in der Hölle
• Zweite Schlacht, wieder Niederlage
• Luzifer wird gefangen in der Mitte der Hölle; seine Generäle und Könige werden vernichtet oder versiegelt

Die Hölle

• insgesamt 9 Kreise ( 1. Limbus, 2.-8. die sieben Sünden, 9. Luzifers Gefängnis)
• Jeder Kreis der sieben Sünden wird von einem König geführt.
(2 Kreis: Wollust, 3. Kreis: Völlerei, 4. Kreis: Trägheit, 5. Kreis: Neid, 6. Kreis: Habgier, 7. Kreis: Zorn, 8. Kreis: Hochmut)
• In den Mittelpunkt (9. Kreis, Luzifers Gefängnis) kann man nicht vordringen.
• Luzifer ist nicht frei
• Das Recht des Stärkeren gilt für alle Positionen, so dass Auf- und Abstieg jederzeit möglich sind

Rang
Dämon
Gehörnter Dämon
Erzdämon
Höllenkönig

Der Himmel

• Insgesamt 11 Bereiche (1. Himmelstore, 2. Richter, 3.-9. Tugenden, 10. Garten Eden, 11. Gottes Thron)
• Das Gottes Thron als Mittelpunkt Nicht mehr erreichbar!
• Außen herum die sieben Tugenden in Form von wunderschönen Gärten, in denen weder Hunger noch Krankheit herrschen
(3. Ring Keuschheit, 4. Ring: Mäßigung, 5.Ring: Fleiß, 6. Ring: Wohlwollen, 7. Ring: Mildtätigkeit, 8. Ring: Geduld, 9. Ring: Demut)
• Am äußersten Rande der himmlische Richter und die Tore des Himmels
• Strenge Hierarchie (Choräle), bestehend aus:

Art Flügel Aufgabe
Engel zwei kriegerische Aufgaben (Kampf gegen Dämonen)
Erzengel zwei Schutz und/oder dem Führen von Menschen
Macht vier kriegerische Aufgaben (Kampf gegen Dämonen)
Herrschaft vier Schutz und/oder dem Führen von Menschen
Seraph sechs kriegerische Aufgaben (Kampf gegen Dämonen)
Cherub sechs Schutz und/oder dem Führen von Menschen

Ereignisse

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde
Genesis 1:1


Nachdem Gott die Welt erschaffen hatte, erschuf er die ersten zehn Engel nach seinem Abbild. Doch bald, obwohl sie seine Vollkommenheit und Reinheit priesen, fühlten sich die Engel einsam und so schuf Gott mehr von ihnen; und unter diesen Engeln war einer so schön und makellos, dass er als Verkörperung der Reinheit galt. Sein Name war Luzifel.

Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
Genesis 1:26


Nachdem Gott die Tiere und das Leben in der Welt geschaffen hatte, beschloss er, dass jemand über dieses Leben herrschen sollte. Aber weil die Engel im Himmel lebten, entschied Gott, dass jemand anderes über diese Welt herrschen sollte: Und so schuf er die Menschheit. Sie sind auch nach seinem Bild geformt, aber dem Menschen fehlt der göttliche Funke, den jeder Engel in sich trägt. Stattdessen gab er ihnen eine Seele und damit die Fähigkeit des freien Willens. Und dann zog sich Gott zurück. Die letzten Worte, die er seinen Engeln im Himmel hinterließ, waren: „Die Geschaffenen sollen denen, die ich schuf, dienen.“

Und es erhob sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen; und der Drache stritt und seine Engel, und siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen.
Offenbarung 12:7-9


Danach waren die Engel unsicher, was sie tun sollten. Einige von ihnen waren der Meinung, dass sie die Menschheit überwachen und ihnen als Beschützer und spirituelle Führer dienen sollten. Andere glaubten, dass Gott Menschen als Diener der Engel geschaffen hatte. Und so kam es, wie es kommen musste: Die Engel trennten sich in zwei Parteien und es kam zu einem Streit darüber, wie sie vorgehen mussten. Luzifel führte eine Seite, Michael die andere. Und am Ende war Krieg. Ein Krieg, den Luzifel und seine Engel verloren haben. Nach der Niederlage mussten Michael und seine Engel entscheiden, was sie mit den Verlierern und Rebellen anfangen sollten. Und sie beschlossen, dass alle, die Luzifel folgten, auf die Erde verbannt werden sollten, zu den Menschen, denen sie so nahe sein wollten. Aber nicht nur das Exil war ihre Strafe, ihr Name wurde ihnen genommen. Luzifel wurde Luzifer; und Samael wurde Satan; und Belethiel wurde Beleth; und so weiter. Und mit dem Fall der Engel und des Morgensterns entstand die Hölle; und aus Bitterkeit, Trauer und Hass entstanden die Todsünden.

Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, da du geschaffen wurdest, bis sich deine Missetat gefunden hat.
Hesekiel 28:15


Und in dem Krater, wo der Morgenstern auf die Erde gefallen war, da bildeten sich Kreise; einer für jede Sünde. Ein weiterer Kampf begann; und als sich der Staub gelegt hatte, erhoben sich sieben der Gefallenen und wurden die Herrscher der Kreise. Doch Rache fraß ihre Gedanken und das, was einmal geschützt werden sollte - die Menschheit -, wurde jetzt von den Gefallenen verführt. Diejenigen, die den Versuchungen der menschlichen Triebe - Lust, Völlerei, Gier, Trägheit, Stolz, Zorn und Neid - nachgaben, wurden von den Himmelspforten ausgeschlossen. Die Gabe Gottes an die Menschheit - die unsterbliche Seele und der freie Wille - wurde nun zur Grundlage für die dämonischen Legionen der Hölle, die sich nach Jahrhunderten der Folter in grausame Monster verwandelten.

Und ich trat an den Sand des Meeres und sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern Namen der Lästerung.
Offenbarung 13:1


Und sie erhoben sich ein zweites Mal gen den himmlischen Toren; aber diesmal waren ihre Legionen unzählig. Sieben Generäle führten sieben Legionen und sieben Erzengel und ihre Armeen standen dagegen. Und als sie zusammenstießen, wurde der Himmel blutrot und die Sonne verdunkelte sich vor den Grausamkeiten der Hölle. Sieben mal sieben Jahrhunderte soll der Kampf bestanden haben, ehe sich ein Gewinner erhob… Und doch verloren die Legionen Luzifers erneut an die himmlischen Verteidiger. Diesmal war es jedoch nicht nur das Exil, dass sie erwartete: Luzifer wurde in die Hölle zurückgeworfen, jetzt in himmlischem Stahl gekettet und ewig in den Tiefen der Hölle gefangen, die selbst die stärksten Dämonen nicht erreichen konnten. Seine Generäle wurden getötet oder versiegelt, ihre Erinnerungen und ihre Kräfte beraubt - und dann auf die Erde verbannt. Ohne die Könige brach das Chaos in der Hölle aus, die etablierte Hierarchie brach zusammen und das alte Ziel wurde mit der Zeit vergessen …

Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb in der Nacht, an welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden verbrennen.
II Petrus 3:10


Luzifer ist immer noch im tiefsten Teil der Hölle gefangen, unerreichbar von Dämonen oder gefallenen Engeln. Niemand hat seit dem zweiten Krieg von ihm gehört oder ihn überhaupt gesehen. Einige bezweifeln sogar, ob er noch lebt. Einige der früheren Könige der Hölle sind verschwunden oder wurden getötet - aber nach all der Zeit wurden sie durch neue ersetzt. In der Hölle gilt das Gesetz des Stärkeren und Intrigen und Kämpfe sind an der Tagesordnung. Diejenigen Generäle, die ihr Gedächtnis zurückerlangt haben und es sogar geschafft haben, wieder in die Hölle zu kommen, müssen sich nun entscheiden, ob sie Luzifers alten Plan wiederaufnehmen wollen oder ihre eigenen Ziele verfolgen wollen¹…

Der Aufbau der Hölle

1. Limbus
Ein riesiger, nebelgrauer Wald, in dem die Seelen der frisch verstorbenen herumwandern. All jene, die in ihrem Leben niemals schwer sündigten, sich jedoch von Göttern abkehrten oder nie an solche glaubten, wandern hier in dem Limbus umher. Sie sind hier zwar fern ab von den Dämonen und ihrer Folter, doch sind Einsamkeit und Leere hier ihr ständiger Begleiter. Am Ende diese Kreises, denn alle Sündern durchqueren müssen, sitzt der ewige Richter der Hölle, der jeden Einzelnen seinem Schicksal zuweist und sie in den Kreis der Hölle schmettert, die ihr Leben bestimmt hat.
2. Wollust
Der zweite Kreis der Hölle: Hier werden all jene bestraft, die sich in ihrem Leben der Wollust versündigt haben. Die ewige Verdammnis für jene Seelen ist das Meer ihrer Triebe, in dem sie leiden müssen, ohne Rast und Ruhe durch die Wellen gepeitscht und vom Sturm der Lust umtost, ohne eine Hoffnung darauf, die brennenden Gelüste jemals stillen zu können. Doch wo das Seelenmeer in Unruhe peitscht, das Gejammer der Verdammten in den Ohren sticht, da findet sich in dessen Mitte, wie ein Leuchtturm auf einer Klippenbrandung, ein riesiger Turm, ein Ort des immerwährenden Vergnügens, an dem sich die Diener Luzifers der Wollust hingeben und ohne Moral und Reue ihren Trieben nachgehen.

Das Innere des Turms
Das innere des Turmes ist gänzlich abgeschottet von all den tosenden Geräuschen, von all den Dingen außerhalb. Statuetten und Bilder von Dämonen und Menschen in eindeutigen Posen zieren die Wände, in grotesken Arten teilweise verdreht und verzerrt. Separées, mehr oder minder abgeschottet, Kissen und Matten durchziehen die unteren Stockwerke, die Luft ist stickig von dem Geruch nach Duftölen, Schweiß und verschiedensten Rauschkräutern. Unzählige Dämonen finden sich hier, kaum bekleidet und stets in der Gestalt erscheinend, wie sie der geneigte Betrachter am anziehendsten findet, spielen sie mit den verlorenen Seelen, umgarnen sie und werden doch dann zu den schlimmsten Alpträumen ihrer, beim Liebesspiel zerreißend und die unsterblichen Verdammten wieder in die Fluten des Meeres werfend. Vom Turm aus, hinab in den Keller, führt der Weg weiter in den dritten Kreis der Hölle. In den oberen Stockwerken, ja ganz in der Spitze des Turmes, hat der Höllenkönig der Wollust seinen Sitz.
3. Völlerei
Der dritte Kreis der Hölle ist der dreiköpfige Höllenwyrm selbst. Ein gigantisches Wesen, dass den dritten Ring bildet, mit einem fetten Leib, aufgequollen und ohne Leibeskonturen. Drei Köpfe sind es, hundeartig und nackt, ohne Augen und mit offenliegenden Muskeln, die die versündigten Seelen in den eigentlichen Kreis bringen, sie malmend zerbeißen und im Inneren des Leibes verdauen, wo die Sünder in abgemagerten Leibern stets mit dem Hunger kämpfen und sich gegenseitig fressen. Und wo der Wyrm die Strafe der Sünder ist, ist er zugleich auch der Hüter des Schlosses des Höllenkönigs.
Ganz am Ende des unförmigen Leibes, auf einem Plateau hoch erhoben, findet sich ein gigantisches Schloss, der Sitz des Höllenkönigs der Maßlosigkeit.

Das Innere des Wyrms
Das Innere des Wyrms gleicht einer lebenden Höhle. Die Wände aus Fleisch und Muskeln, übersäht mit Blasen und Pusteln, aus denen Eiter und Verdauungssäfte fließen, übelriechende Seen bildend, in denen die verschlungenen Seelen langsam ertrinken. Der Boden unter den Füßen in krampfartigen Zuckungen bewegend und mit Schleim übezogen, lässt sich kaum Halt finden darauf, außer mit scharfen Klauen und Krallen. Die Luft ist erfüllt von brodelnden Geräuschen, von Knurren und Gurgeln, und gleichzeitig von dem Geruch verwesenden Fleisches und saurem Erbochenen. Ohne Pause schlägt das Herz des Untieres, tief in den unzähligen Gängen und Kammern versteckt.
4. Trägheit
Hier werden alle bestraft, die in ihrem Leben untätig waren, die bei Verbrechen weg sahen und durch ihre Faulheit anderen Schaden zukommen ließen. Vielen Seelen, die hier landen, steht ebenso die Feigheit auf die Stirn geschrieben und so sind jene dazu verdammt, von höllischen Hunden über Berge und Flüsse auf ewig gehetzt zu werden. Jene jedoch, die sich der Trägheit hingaben und dadurch anderen schadeten, jene sind verdammt auf ewig zu wandeln, stets im Kreise, bis ihre Schritte ein Loch in den Felsengrund getreten haben, in dem sie dann verdammt sind, darin zu harren, teil des Kreises selbst zu werden und keinen Muskel ihres Körpers je wieder bewegen zu können. Der vierte Kreis ist ein riesiges Plateau, einerseits gerade, schmucklos und von tristem, knochenbleichen Gestein, das aus den Sünderleibern und deren Knochen besteht, bei jedem Schritt einen Laut von sich gebend, ein Gemisch aus jammerndem Gestöhne und dem Brechen von Knochen. Anderseits ist es von Bergen durchzogen, höher als es jemals ein Erdengipfel sein konnte und von Flüßen, die kochendes Wasser tragen. Über jene Berge und durch jene Flüße werden die Sünder getrieben, von Hunden gehetzt, ihrer Feigheit und Angst niemals ein Ende bereitetend.
Und ganz oben, auf dem wohl höchsten Gipfel der Berge residiert der Höllenkönig der Trägheit in seinem Schloss, umgeben von abertausenden Dienern…
5. Neid
Der fünfte Kreis der Hölle ist ein Ort voller Dunkelheit. Jene Seelen, die in ihrem Leben anderen nur neideten und sich nahmen, was ihnen gehörte, finden sich hier. Sie alle sind dazu verdammt, in der ewigen Dunkelheit des toten Waldes, der dieses Plateau dicht besetzt, herumzuirren, stets auf der Jagd nach Dingen, die sie besitzen wollen, die besser sind als das, was sie haben. Stets auf der Jagd nach einem Gegenstand, den sie begehren und doch niemals finden werden, denn er ist nur illusionär und weicht ein jedes Mal, wenn sie ihn schon zwischen den Fingern spüren. Jede Seele neidet der anderen etwas und ein jeder bestiehlt und beschattet den Anderen, aus Misstrauen und Furcht um den Verlust des eigenen Gegenstandes. Gar die toten Bäume selbst scheinen menschliche Figuren zu haben, mit Klauenhänden nach dem greifend, was den anderen gehört. Verzerrte Fratzen sind in den Stämmen zu erkennen, ein Stöhnen zu vernehmen, wenn man ihnen näherkommt in der sonst totenstillen Ebene.
Und im tiefsten Punkt des Waldes, an der tiefsten Stelle der Ebene, da ist der Sitz des Höllenkönigs des Neides, dessen Gemäuer immer dem entsprechen, was der Betracher ihm zu neiden vermag…
6. Habgier
Der sechste Kreis der Hölle. Hier werden jene Seelen bestraft, die in ihrem Leben habgierig und geizig waren, die vor nichts zurückschreckten, um ihren eigenen Reichtum zu mehren. Wie auch im Leben finden sie an diesem Ort keine Ruhe und tragen Säcke mit wertlosen Metallen auf ihren Rücken hin und her, ohne einen sicheren Ort zu finden, um die ihre Reichtümer vor anderen zu verstecken. Doch nicht nur dass, denn ihre Verdammnis lässt sie ebenso bis in die Ewigkeit unter Goldmünzen begraben werden und in kochendem Gold sieden. Der Mittelpunkt dieses Kreises ist eine gigantische Maschinerie, ein Werk aus Zahnrädern und Walzen, in dass die Seelen aus den Siedetöpfen gerissen werden, um ihnen das Gold aus den Körpern zu pressen. Dämonen, die sich hier finden, locken die Seelen immer wieder mit neuen Reichtümern, lassen die Last auf den Rücken der Seelen immer größer werden und treiben mit Freuden das Walzwerk an.
Und ganz oben, auf der goldenen Maschinerie, sitzt der Höllenkönig der Gier auf seinem goldenen Thron, verziert mit den erstarrten Seelen der Habgierigen.
7. Zorn
Der siebte Kreis der Hölle, in dem die zornigen Sündiger ihren Platz finden, ist zugleich auch der Ort, an dem der größte der Höllenflüsse entspringt. Hier findet der Phlegethon seinen Ursprung, ein Fluss aus kochendem Blut, der bis hinab in den Mittelpunkt der Hölle fließt. In diesem Kreis, dem seinem Ursprung, sind es die Seelen die dem Zorn verfallen waren, die bis in alle Ewigkeit in den kochenden Fluten der Quelle leiden müssen. Je nach Vergehen steht eine jede Seele in den Fluten, von den Knöcheln bei Prügel bis hin zu den Augenbrauen bei mehrfachem Mord. Hier finden sich Mörder und Meuchler und all jene, die in ihrem Leben niemals ihrer Wut Herr werden konnten. Sie alle bekämpfen sich beständig, töten einander immer und immer wieder und speisen so den Fluss mit ihrem eigenen, zornkochenden Blut.
Nur ein schmaler Weg aus schwarzem Gestein führt in die Mitte des gigantischen Sees, wo aus den Knochen der Sünder erbaut der Sitz des Höllenkönigs des Zorns ist.
8. Hochmut
Der letzte Höllenkreis und die wohl schlimmste Sünde findet sich hier: der Hochmut. Hier werden all jene Sünden auf ewig gestraft, die dem Stolz verfallen waren, die sich als gottgleich sahen und die Verrat begangen, aus eigener Sucht nach Macht. Sie alle sind in dem letzten Kreis der Hölle gefangen, zu eisigen Statuen gefroren, unfähig sich zu bewegen, nur mit ihren Gedanken allein und dem Gefühl des absoluten Versagens. Der Kreis selbst ist ebenso kalt wie die Gefühle der einstigen Sünder. Eisiger Wind kreischt einem entgegen und trägt das Jammern und Stöhnen der Seelen mit sich, während Wände, Decke und Boden von meterdickem Eis überzogen sind, darin gefangen die Seelen, die Formen ihrer Leiber beinahe Verzierend aus der Kälte ragend. Die Temperaturen sind lebensfeindlich und der Boden immer wieder von scharfen Splittern überzogen, von Eiszapfen durchstoßen und scheinbar ebenso ständig in Bewegung, wie er regungslos ist. Gelangt man das Ende dieses Kreises, sind es mannsdicke Kettenglieder, von Eis umfasst, die aus den Wanden hervorbrechen, hinab in den Mittelpunkt der Hölle, wo sie den größten aller Verräter gefangen halten.
Und am tiefsten Punkt dieser Eishölle, dort wo die Temperatur am tiefsten ist, findet sich der eisige Sitz des Höllenkönigs der Hochmut.
9. Luzifers Gefängnis
Dies ist der Mittelpunkt der Hölle. Keine sterbliche Seele hat es je geschafft an diesen Ort zu gelangen und nur die wenigsten Dämonen haben je ihren Prinzen in seiner wahren Gestalt gesehen. Hier fließt der Phlegethon zusammen, hier ist jener Punkt, an dem die schlimmsten Verräter der Geschichte ihre ewige Strafe absitzen. Judas, Brutus, Cassius… all jene müssen hier auf ewig in den Flammen der Hölle vergehen, niemals mit der Erlösung des Todes belohnt. Wo im Kreis der Verräter und des Hochmuts eisige Kälte herrschte, ist es hier die absolute Hitze, angetrieben vom noch immer geschmolzenen Gestein durch den Aufprall des gefallenen Erzengels auf der Erde. Der Boden unter den Füßen ist brüchig und droht jederzeit zu zerfallen, Feuer schießt aus Rissen hervor und der Dampf des verkochenden Phlegethon hüllt alles in einen beständigen Nebel, in dem man schnell einen falschen Schritt machen kann.
Und in der Mitte all dessen, am Hauptpunkt der Hölle, wartet Luzifer, gefangen in den Ketten, aus göttlichem Stahl geschmiedet, und fast gänzlich eingefroren in das Eis der Verräter, auf seine Rache am Himmelsreich.